Opportunitätsprinzip, Maximumprinzip und Minimumprinzip

Opportunitätsprinzip, Maximumprinzip und Minimumprinzip

Um das soziale sowie ökonomische Verhalten von Menschen zu erklären, bedienen sich die Volkswirtschaftslehre das Opportunitätsprinzip, die aus zwei ökonomischen Prinzipien besteht, und zwar das Maximumprinzip und das Minimumprinzip. Die zwei ökonomischen Prinzipien (Opportunitätsprinzip, Maximumprinzip und Minimumprinzip) steuern das Rationalverhalten von Menschen bei der alltäglichen Entscheidungsfindung, was sie tun und was sie nicht tun möchten. Mit rationalem Verhalten wird gemeint, dass Individuen in der Lage sind, Ihre Entscheidungen ohne Widerspruch, Inkonsistenz und Irrtum. Knappheit der Ressourcen sorgt andererseits dafür, dass Menschen entweder Ihr Zielergebnis maximieren oder den Einsatz von knappen Ressourcen minimieren. Das ökonomische Prinzip ist die Basis für die Wirtschaftstheorie und Entscheidungstheorie in der Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften. Das ökonomische Prinzip tritt in zwei Erscheinungsform auf (Maximum- und Minimumprinzip).

Opportunitätsprinzip und Opportunitätskosten

Das Opportunitätsprinzip begründet, wie und warum Menschen Ihre Entscheidung treffen. Entscheidend für die Entscheidungsfindung ist die Höhe der Opportunitätskosten. Das sind Kosten eines entgangenen Alternativ. Nehmen Sie an, dass Sie darüber entscheiden sollte, ob Sie ein Apfel mehr oder eine Birne mehr Konsumieren sollten. Bietet eine Birne einen geringeren zusätzlichen Nutzen als der Apfel, dann sind Ihre Verzichtkosten (in Höhe vom entgangenen zusätzlichen Nutzen des Apfels) höher, wenn Sie eine Birne wählen. Durch den Verzicht eine zusätzliche Birne zu konsumieren, d. h. durch den Konsum eines zusätzlichen Apfels, entgeht Ihnen einen geringeren zusätzlichen Nutzen (Verzichtkosten der zusätzlichen Birne). Als rationaler Nutzenmaximierer/Ausgabenminimierer würde Sie eher sich für einen zusätzlichen Apfel entscheiden. Als Konsument möchten Sie die Kosten des Konsum von Apfel und Birnen minimieren sowie den Nutzen beim Konsum von Apfel und Birnen maximieren. Dieser Perspektivwechsel wird als Dualität eines Optimierungsproblem (Siehe Wirtschaftsmathematik). Nun betrachten wir das Maximumprinzip und Minimumprinzip einzeln.

Das Maximumprinzip und Opportunitätskosten

Das Maximumprinzip wird angewandt, wenn Menschen Entscheidungen über das maximalmögliche Ergebnis bzw. Output machen müssen, aber die Ressourcen (Einsatz) vorgegeben sind, z. B. Nutzenmaximierung $U(x_1, x_2)$ bei gegebenen Haushaltsbudget $p_1x_1+p_2x_2 \le y$.

\max_{x_1, x_2} U(x_1, x_2) \\s.t. \ p_1x_1+p_2x_2\le y

Andere Anwendungsbereiche des Maximumsprinzip sind:

  • Gewinnmaximierung
  • Umsatzmaximierung
  • Einnahmenmaximierung
  • Maximierung eines positiven Risikos

Das Minimumprinzip und Opportunitätskosten

Das Minimumprinzip wird angewandt, wenn Menschen Entscheidungen über den minimalmöglichen Einsatz bzw. Input machen müssen, aber das Ergebnis (Output) vorgegeben ist, z. B. Kostenminimierung bei gegebenen Ausbringungsmenge.

\min_{x_1, x_2} K(x_1, x_2) \\ s.t. \ x_1 (r_1, r_2)\ge \bar x_1 \\ x_2(r_1, r_2)\ge \bar x_2

Weitere Anwendungsbereiche des Minimunprinzips sind:

  • Ausgabenminimierung
  • Minimierung des Ressourceneinsatzes
  • Minimierung eines negativen Risikos
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